Wie erfolgt die Wartung?

Funktionale Einheit


Eine Wartung beinhaltet die Inspektion und Pflege aller Komponenten einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage:

 

  • Lichtkuppel, Dunkelklappe, Doppelklappe, Lichtbandklappen oder Fensterflügel

  • Öffnungsmechanismen

  • Steuerleitungen

  • Bedien- und Auslösegeräte

 

 

Als erstes wird die Gesamtanlage auf eventuell zwischenzeitlich vorgenommene Veränderungen (z. B. Verbauungen der Eintritts- bzw. Zuluftöffnungen) überprüft. Mit der anschließenden Gruppenauslösung wird die Funktionsfähigkeit der kompletten Anlage und das reibungslose Zusammenspiel aller System-Komponenten kontrolliert. Dabei verbrauchte Materialien (z. B. CO2-Patronen bzw. -Flaschen) müssen durch Originalteile ausgetauscht werden. Beim Austausch von Verbrauchs- oder Ersatzteilen ist darauf zu achten, dass das ordnungsgemäße und störungsfreie Zusammenwirken der Anlagenteile (Systemkompatibilität) sichergestellt ist. Daher dürfen nur Verbrauchs- oder Ersatzteile mit entsprechender Anerkennung (gelistet im allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis ABP nach DIN 18232-2 für dieses System) oder Originalteile verwendet werden.


Zerstörungsfreie Wartung

Ein zentraler Vorteil von ESSERTEC Rauch- und Wärmeabzugsanlagen ist die "zerstörungsfreie Wartung": Im Rahmen der Funktionsprüfung einer Rauchabzugs-Gruppe werden nicht die CO2-Patronen an den Geräten, sondern nur die CO2-Flasche in der Alarmstation eingesetzt. Damit entfällt ein aufwändiger und teurer Austausch aller CO2-Patronen an den Geräten.



Inspektion/Sichtkontrolle

Danach erfolgt die Sichtkontrolle jedes Geräts der Anlage auf eventuelle Beschädigungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei:

  • der sicheren Funktion der Öffnungszylinder und der Scharniere,

  • den Kolbenstangen der Pneumatikzylinder (reinigen und einsprühen mit Gleitmittel),

  • der Funktionsfähigkeit von Dichtungen und Gasdruckfedern (bei Bedarf Instandsetzung),

  • der Dämpfung und Endlagenverriegelung,

  • der Befestigung der Windleitführung (Spoiler).

 
An der Alarmstation werden die CO2-Steuerflaschen geprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Benutzte CO2-Flaschen sind nicht mehr funktionsfähig. Auch die Anstechnadel im CO2-Ventil wird überprüft. Alle Funktionen der elektrischen Auslösezentrale wie Netzstörung, Batteriestörung, Drahtbruchanzeige und Anzeige des Öffnungszustandes werden kontrolliert, außerdem der zulässige Gesamtwiderstand des Auslösekreises, die integrierte Notstromversorgung sowie Akkus und Batterien.

Bedienstellen für manuelle Be- und Entlüftung müssen mitgewartet werden, sobald diese mit einem Rauchabzug kombiniert sind.

Dokumentation der Funktionstüchtigkeit

Jeder überprüfte Rauchabzug wird mit einer deutlich sichtbaren Plakette gekennzeichnet. Diese wird gut sichtbar von unten in das Gerät geklebt. Die Plakette erhält zur Unterscheidung jedes Jahr eine andere Farbe.

Alle Ergebnisse und Maßnahmen der Wartung werden abschließend in ein Prüfbuch eingetragen. Die Dokumentation der Wartungen wird sowohl in der DIN 18232-2 als auch VdS Schadenverhütung gefordert, in vielen Fällen zudem von der Bauaufsicht. Der Betreiber kann damit jederzeit nachweisen, dass er seiner Verpflichtung, die Rauch- und Wärmeabzugsanlage einsatz- und betriebsbereit zu halten, nachgekommen ist.


 

 

Quelle: FVLR Fachverband Lichtkuppel, Lichtband und RWA e. V.

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